Die "Darstellungsoptionen" sind ein besonders heikler Punkt. Prozessor, Taktung, Speicher, Grafikkarte - all das hat Einfluss darauf, wie flüssig eine komplexe Anwendung wie eine Flugsimulation läuft. Weil jeder Rechner anders ist, ist es schwer, konkrete Einstellungen vorzuschlagen.
Grundsätzlich geht X-Plane verhältnismäßig schonend mit den Systemressourcen um. Selbst auf eher schwachen Rechnern kann man noch eine flüssige Simulation erzeugen, die fürs Hubschrauberfliegen unerlässlich ist.
Wo sehe ich die Framerate?
Damit man beurteilen kann, wo man mit der Leistung steht, muss man sich die Bildwiederholungsrate anzeigen lassen. Dazu rufen wir den Dialog Dateneingabe und -ausgabe aus dem Menü Einstellungen auf und setzen das äußerste rechte Häkchen in der Zeile frame rate.

In der linken oberen Ecke des Bildschirms wird fortan die Framerate (freq) eingeblendet. Wichtig ist ebenfalls der vis-Wert. Wenn X-Plane mit der Leistung nicht mehr hinkommt, um eine Mindestframerate von 19 zu halten, schaltet es sozusagen die Zeitlupe an. So hat man immer noch ein ruckelfreies Bild. Man fliegt aber nicht mehr eins zu eins. Erkennen kann man dieses Problem daran, das vis unter einen Wert von 1 absinkt. Das ist ein Alarmzeichen, um irgendwo nach Leistungsressourcen zu suchen, die man freigeben kann.
Auch Nebel, der auftritt, obwohl die Wettereinstellungen keinen Nebel zulassen, ist ein Zeichen für ausgeschöpfte Ressourchen. X-Plane wirft in solchen Fällen nämlich die Nebelmaschine an, um die Sichtweite zu reduzieren und damit Rechenleistung für die entfernten Objekte und Texturen einzusparen.
Probieren geht über studieren
Der RotorSim-Tipp: Zunächst mit eher hohen Einstellungen starten. Wenn der Rechner in die Knie geht, dreht man probeweise an verschiedenen Einstellungen und versucht eine Verbesserung zu erzielen. Das ist langwierig. Am Ende steht aber (hoffentlich) ein brauchbarer Kompromiss für Darstellungsqualität und Framerate auf dem individuellen Rechner.
Die Rechenleistungs-Fresser
Wenn es mit der Leistung zu eng wird, lohnen sich vor allem Korrekturen an folgenden Optionen (alphabetisch sortiert - die Reihenfolge sagt nichts über die Leistungsauswirkungen aus):
- Anisotropische Filtertexturen
- Anti-alias level
- Entfernte Details (world detail distance)
- Pixel Shader für Nebel und Wassereffekte
- Walddichte (forest density)
- Wasserreflexe (bringen bei manchen Benutzern offenbar sehr viel)
- Zahl der Autogen-Objekte(number of objects)
Prioritäten fürs Hubi-Fliegen
Da wir VFR-Flug machen, nur in niedrigen Höhen unterwegs sind, und vor allem für einen sauberen Schwebeflug klare Fixpunkte vor Augen brauchen, sollten diese Einstellungen, die ebenfalls die Leistung stark beeinflussen können, möglichst hoch gewählt werden:
- Auflösung der Texturen (texture resolution)
- Flugplatzdetails
So könnte es gehen
Hier eine Beispielkonfiguration, dierecht brauchbare Ergebnisse liefert. Der Rechner ist nicht ganzschwach, aber auch kein hochgezüchteter Spiel-Bolide: Intel Core2Duo-Prozessor mit 3 GHz, 2 GB RAM,Grafik NVIDIA GeForce9600 GT 512 MB. Die Framrates schwanken mit installierter Fotoszenerie je nach Wetter und Szeneriedichte in der Regel zwischen 35 und 70 fps. Vorsicht: Die Tonnen von Objekten machen in manchen Gegenden Probleme. Die Einstellung Standard hat sich eher bewährt.

Zu erwähnen sind noch drei interessante Einstellungen:
Horizontales Sichtfeld gibt an, wie groß der Ausschnitt auf dem Bildschirm ist. Werte zwischen 60 und 75° ergeben eine recht brauchbaren Blickwinkel aus dem Cockpit.
Gamma verändert die Helligkeit der Grafikdarstellung. Die Option hilft bei einigen Windowssystemen z.B. mit NVIDIA-Grafikkarten. Dort ist die Darstellung von X-Plane standardmäßig zimlich dunkel. Eine leichte Erhöhung des Gamma-Werts schafft Abhilfe.
Landebahn folgt dem Gelände ist ein schönes Gimmik, mit dem Landebahnen tatsächlich nicht mehr ganz eben sind. Aber Vorsicht: Wer online fliegt, provoziert mit dieser Option, dass er u.U. aus Sicht seiner Mitflieger mit anderen Simulatoren plötzlich im Boden versinkt. Auch einige Szenerien funktionieren nur bei ausgeschalteter Option richtig. Ausprobieren und selbst entscheiden.
Im Forum ist eine Rubrik Simulator-Einstellungen eingerichtet. Postet doch bitte dort eure Einstellungen und Erfahrungen und helft anderen Usern damit, das Optimum für ihr System zu finden.


Wo bekommt man ein realistisches Fluggefühl? Unter anderem dieser Frage geht RotorSim in seinem Vergleichstest nach.
Der Saarbrücker Winterberg als fotorealistische Szenerie für X-Plane-Piloten. Am besten gleich herunterladen!
A new EC 135 für X-Plane. It was never so realistic to fly this helicopter with your PC.